Kenntnisse über die Versicherung von Photovoltaik-Kraftwerken
Kenntnisse über die Versicherung von Photovoltaik-Kraftwerken
Versicherungskategorie für Photovoltaik-Kraftwerke
Sachversicherung
1. Direktschadenversicherung
Allgefahrenversicherung für Immobilien: Deckt direkte Sachschäden an Photovoltaik-Kraftwerken ab, die durch Naturkatastrophen, Unfälle usw. verursacht werden.
2. Versicherung gegen indirekte Schäden
Betriebsunterbrechungs- und Zusatzkostenversicherung: Deckt die indirekten Verluste ab, die durch Naturkatastrophen, Unfälle usw. verursacht werden und zu einer Unterbrechung des Betriebs von Photovoltaik-Kraftwerken führen, einschließlich der Reduzierung der erwarteten Stromerzeugung und Subventionen sowie der Erhöhung der Fixkosten.
3. Projektverzögerungsversicherung
Übernahme der indirekten Verluste, die durch die verzögerte Fertigstellung der Bauphase von Photovoltaik-Kraftwerken entstehen, einschließlich der Erhöhung der Darlehenszinsen und der Fixkosten.

Haftpflichtversicherung
- Gewerbliche Haftpflichtversicherung: Deckt gewerbliche Haftungsrisiken mit Ausnahme der Arbeitgeberhaftung und der Kfz-Haftung ab, einschließlich Schäden, die durch Haftungsrisiken wie Standort-, Betriebs-, Produkt- und Projektabschlussrisiken verursacht werden.
- Umbrella-Haftpflichtversicherung: Die Überdeckungspolice der gewerblichen umfassenden Haftpflichtversicherung bietet einen hohen Haftungsschutz für Photovoltaik-Kraftwerke.
Qualitätssicherungsversicherung
- Qualitätssicherungsversicherung für Photovoltaikmodule: Gewährung einer 25-jährigen Wartungs- und Rückgabegarantie für Photovoltaikmodule aufgrund von Material- und Herstellungsfehlern.
- Garantieversicherung für Photovoltaikanlagen: Gewährung einer zehnjährigen Wartungs- und Ersatzgarantie für Material- und Herstellungsfehler von Photovoltaikanlagen (einschließlich Wechselrichter, Kombinationsboxen, Nachführsysteme usw.).
Wetterderivate
Wetterderivate von Photovoltaik-Kraftwerken sichern gegen extreme Schwankungen der Sonneneinstrahlung ab. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine bilaterale oder multilaterale Transaktionsvereinbarung zwischen dem Risikoträger und dem Risikokäufer. Der Risikokäufer kompensiert somit die negativen Auswirkungen eines bestimmten Wetterereignisses. Meteorologische Derivate sind Finanzinstrumente zur Absicherung der Stromerzeugung von Kraftwerken, die von Wetterschwankungen betroffen sind. Sie ähneln Versicherungen, ihre Preisgestaltung und Transaktionen erfolgen jedoch auf dem Finanzmarkt. Sie werden hauptsächlich in der Energiewirtschaft zur Absicherung gegen wetterbedingte Preisrisiken eingesetzt. Im Bereich der erneuerbaren Energien ist die Anwendung meteorologischer Derivate sehr begrenzt. Die meisten Transaktionen finden im Bereich der Wind- und Wasserkraft statt, während die Anwendung in der Photovoltaik geringer ist.

Andere Finanzderivate
- Katastrophenanleihen
Versicherungsunternehmen übertragen die Katastrophenrisiken, die sie nicht selbst tragen wollen, auf den Finanzmarkt, indem sie Katastrophenanleihen ausgeben. Die Branche der erneuerbaren Energien hat bisher noch keine Katastrophenanleihe begeben.
- Captive Versicherungsgesellschaft
Eine firmeneigene Versicherungsgesellschaft, die von einem branchenfremden Unternehmen besessen oder kontrolliert wird, um bestimmte Risiken des Mutterkonzerns abzusichern. Im Jahr 2010 versuchte der amerikanische Versicherungsmakler Beecher Carlson, eine solche firmeneigene Versicherungsgesellschaft für ein Photovoltaik-Kraftwerk zu gründen.
- Asset-Verbriefung
Die Verbriefung von Photovoltaik-Kraftwerken ist eine Finanzierungsmethode. Sowohl S&P als auch Fitch sind der Ansicht, dass die Verbriefung von Photovoltaik-Kraftwerken aufgrund fehlender historischer Daten weiterhin mit zahlreichen Herausforderungen verbunden ist.
Risikofaktoren für Photovoltaik-Kraftwerke
- Vor-Ort-Risiken: Stürme und Blitzeinschläge; Vereisung, Schneestürme und Hagel; Umweltverschmutzung; Sand und Staub; Steinschläge; geologische Erdrutsche; Erdbeben; Überschwemmungen;
- Technische Risiken: Konstruktionsfehler; Geräteausfall; Verschleiß; Alterung; Wartung; Reparatur; Austausch; Aussehen; Zugänglichkeit.
- Installationsrisiken: Materialannahme; Materialhandhabung; Ausrichtung; Befestigung; Anschluss; Kabelverlegung.
- Sicherheitsrisiken: Stromschlag; Lichtbogen; Brand; statische Belastung; dynamische Belastung; Diebstahl; Vandalismus; Sicherheit des Bedieners.
- Materielle Risiken: Schlüsselmaterialien; unterstützende Materialien; Hilfsmaterialien; Lieferverzögerungen; Transportschäden.






