Welche Garantien gibt es für PV-Module und Wechselrichter?

Welche Garantien gibt es für PV-Module und Wechselrichter?

Die Garantie einer Solaranlage umfasst Komponenten, Wechselrichter, Installationen und diverse weitere Bauteile. Besitzer wünschen sich während der gesamten Lebensdauer ihrer Anlage umfassenden Schutz. Sie wissen, wie wichtig die Auswahl der richtigen Komponenten und Wechselrichter ist, und ebenso wichtig ist die fachgerechte Installation. Doch in puncto Qualitätssicherung klafft oft eine Lücke zwischen Realität und Anspruch.

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Wenn eine Solaranlage aus irgendeinem Grund ausfällt oder andere Probleme auftreten, erwarten Hausbesitzer, dass ihre Lieferanten dafür aufkommen. Dies wirft die Frage nach den Garantien für diese Anlagen auf, und als Anbieter von Photovoltaikanlagen sollten Sie tatsächlich vier verschiedene Garantien berücksichtigen.

1. Leistungsgarantie für Komponenten

Die Leistungsgarantie für Solarmodule beträgt üblicherweise 25 Jahre, einige Hersteller verlängern sie jedoch auf 30 Jahre. Wenn Installateure von einer 25-jährigen Garantie sprechen, bezieht sich diese in der Regel nur auf die Leistung und deckt weder andere Systemkomponenten noch das Modul selbst ab. Immer mehr Komponentenhersteller bieten mittlerweile 20 Jahre Garantie.

2. Komponentenproduktgarantie

Im Gegensatz zu Leistungsgarantien haben die meisten Komponentenprodukte in der Regel eine Garantie von 5 bis 10 Jahren, abhängig vom Hersteller und dessen Produktangebot. Dies ist deutlich kürzer als eine Leistungsgarantie für Komponenten, doch viele verwechseln fälschlicherweise eine Produktgarantie mit einer Leistungsgarantie. Dadurch entsteht der Eindruck, der garantierte Schutz sei umfangreicher und gelte länger als er tatsächlich ist.

3. Wechselrichtergarantie

Die Garantie für Wechselrichter beträgt fast immer fünf Jahre, es gibt jedoch mitunter optionale Verlängerungen auf zehn Jahre oder mehr. Diese Verlängerungen sind in der Regel kostenpflichtig und werden entweder beim Kauf oder bei der Installation angeboten. Andere Garantien können ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, wenn sie günstiger sind. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, wie hoch die Mehrkosten ausfallen.

4. Installationsgarantie

Die Gewährleistung für die Installation wird vom Installateur übernommen, nicht vom Hersteller der Solarmodule oder anderer Systemkomponenten. Üblicherweise beträgt diese Gewährleistungsdauer ein bis zwei Jahre. In Ausnahmefällen kann die Gewährleistung auch zehn Jahre betragen, dies ist jedoch unüblich. Fragen Sie Ihren Installateur nach der Dauer seiner Gewährleistung – dies ist wichtig für Ihr Systemverständnis.

– Welche Garantie sollten Sie von Ihrem Installateur verlangen?

Bevor Sie sich für einen Installateur für Ihre Solaranlage und Ihren Wechselrichter entscheiden, fragen Sie unbedingt nach der Garantie. Der Installateur mag zwar eine 25-jährige Garantie anbieten, aber es ist wichtig zu wissen, ob diese wirklich alles abdeckt. Die Garantie kann zwar die Leistung einzelner Komponenten umfassen, andere Aspekte sind jedoch möglicherweise deutlich kürzer. Es ist daher wichtig, genau zu verstehen, welche Produkte und Dienstleistungen Sie erhalten.

An wen sollten Sie sich bei Produktproblemen oder Sicherheitsrisiken wenden?

Wenn Sie ein Problem mit einem Produkt haben oder eine vermeintliche Sicherheitsgefahr entdecken, sollten Sie sich zunächst an den Installateur wenden. Dieser kennt sich bestens mit den durchgeführten Arbeiten aus und verfügt über alle Informationen zum Hersteller des installierten Produkts. Unabhängig davon, ob Ihre Module oder Wechselrichter noch unter Garantie stehen, ist es wichtig, Sicherheitsrisiken und andere Probleme zeitnah zu beheben.

-Aktives Lernen über Betrieb und Wartung von Photovoltaikanlagen

Die Auswahl des richtigen Installateurs, Modulherstellers und Wechselrichterlieferanten ist zwar ein zentraler Faktor für die Qualität einer Solaranlage, aber nicht alles. Im Betrieb kommt es häufig zu Leistungseinbußen durch Faktoren, die nicht mit den Produkten zusammenhängen, und die Stromerzeugung entspricht nicht den Erwartungen. Anlagenbesitzer sollten sich daher aktiv mit den Grundlagen des Betriebs und der Wartung von Photovoltaikanlagen vertraut machen.

Zudem entwickelt sich die Photovoltaik-Technologie nahezu täglich weiter. Manche Probleme im Produktdesign lassen sich von Herstellern und Installateuren zu Beginn der Installation nicht vorhersehen, doch oft können neue Technologien diese später ausgleichen.

Bei den Besitzern von industriellen und gewerblichen Photovoltaik-Dachanlagen kommt es beispielsweise häufig vor, dass die Stromerzeugung geringer als erwartet ausfällt. Dies wird oft durch die häufigste Ursache, Staubablagerungen und Schlammablagerungen am Rahmen, hervorgerufen, die nicht unter die Qualitätssicherung des Systems fallen.

Serviceanbieter empfehlen oft, dass Eigentümer dieses Problem durch regelmäßige Reinigung selbst lösen. Brancheninteressierte Eigentümer kennen jedoch neuere, einfache Lösungen, wie beispielsweise automatische Entschlammungsanlagen, die Staubablagerungen und Verstopfungen im Schlammband kostengünstig beheben können. Da solche Lösungen jedoch nicht zum Standardrepertoire der Photovoltaikbranche gehören, müssen sich Eigentümer selbstständig informieren und die entsprechenden Kenntnisse erwerben.

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